Energiemix Deutschland: Wie erneuerbare Energien den Strom erzeugen
PVPro Solar GmbH
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Was bedeutet der erneuerbare Energiemix in Deutschland?
Der Begriff beschreibt die Kombination verschiedener erneuerbarer Energiequellen zur Stromerzeugung. In Deutschland sind das vor allem Windenergie, Solarenergie (Photovoltaik), Biomasse und Wasserkraft. Gemeinsam stellen sie inzwischen den größten Anteil an der deutschen Stromerzeugung, während fossile Energieträger wie Kohle und Erdgas aus Klimaschutz- und Effizienzgründen an Bedeutung verlieren.Aktuelle Zahlen: Wie viel Strom stammt aus erneuerbaren Energien? (Stand: August 2026)
Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) stammten 2025 rund 58,6 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms aus erneuerbaren Quellen – insgesamt 256,9 Milliarden Kilowattstunden. Das ist gegenüber 2024 (59,5 Prozent) ein leichter Rückgang beim Anteil – aber nicht, weil weniger erneuerbarer Strom produziert wurde (die absolute Menge blieb mit einem Minus von nur 0,1 Prozent praktisch konstant), sondern weil die konventionelle Erzeugung 2025 stärker wuchs (+3,6 Prozent, vor allem Erdgas mit +10,2 Prozent). Ein wichtiger Unterschied für das Verständnis: Der prozentuale Anteil hängt also nicht nur davon ab, wie viel erneuerbarer Strom erzeugt wird, sondern auch davon, wie viel Strom insgesamt erzeugt wird.Die Aufteilung nach Quelle für 2025 (Destatis):- Windenergie: 131,3 Milliarden kWh (rund 30 Prozent der gesamten Stromerzeugung)
- Solarenergie: 70,1 Milliarden kWh (rund 16 Prozent) – ein Plus von 17,4 Prozent gegenüber 2024
- Biomasse/Biogas: 27,4 Milliarden kWh (rund 6 Prozent)
- Wasserkraft: 15,8 Milliarden kWh (rund 4 Prozent) – witterungsbedingt (trockenes Jahr) 22,5 Prozent weniger als 2024

Welche Energiequellen prägen den Energiemix in Deutschland?
Windenergie: liefert weiterhin den größten Anteil am erneuerbaren Strommix. Die ausgedehnten Windparks Norddeutschlands – On- und Offshore – erzeugen jährlich Milliarden Kilowattstunden und sichern einen erheblichen Teil der öffentlichen Stromversorgung.Solarenergie: Photovoltaik auf Dächern und Freiflächen wächst weiterhin am schnellsten (+17,4 Prozent allein 2025) und liegt inzwischen an zweiter Stelle unter den erneuerbaren Quellen.Biomasse: Strom aus Pflanzenresten, Holz oder organischen Abfällen liefert vor allem dann Energie, wenn Wind und Sonne ausfallen, und trägt so zur Netzstabilität bei.Wasserkraft: liefert konstant, aber mengenmäßig den kleinsten Beitrag der vier genannten Quellen – und ist wetterbedingt (z. B. in trockenen Jahren) stärkeren Schwankungen unterworfen, als man vermuten würde.Wie funktioniert das Zusammenspiel der erneuerbaren Energien?
Die Quellen ergänzen sich: Windkraftanlagen liefern bei windigem Wetter die Spitzenleistung, Solarmodule bei viel Sonne, während Biomasse und Wasserkraft auch bei wenig Wind oder Sonnenschein zuverlässig weiterlaufen. Dieses flexible Zusammenspiel sorgt trotz wechselhafter Wetterbedingungen für eine verlässliche Stromversorgung.Herausforderungen auf dem Weg zu 100 % erneuerbar
Vier zentrale Hürden bleiben bestehen: Speicherung – Sonne und Wind liefern unregelmäßig, weshalb große Batteriespeicher und Wasserstofftechnologien an Bedeutung gewinnen, um Überschüsse zu nutzen; Netzausbau – der Windstrom aus dem Norden muss über neue Trassen in den Süden transportiert werden; Wetterabhängigkeit – das System muss flexibel auf natürliche Schwankungen reagieren können; Flächen und Genehmigungen – neue Anlagen brauchen geeignete Standorte und schnellere Genehmigungsverfahren.Ein Aspekt, der in vielen Betrachtungen zu kurz kommt: Deutschland war 2025 laut Marktbeobachtungen bereits das dritte Jahr in Folge Netto-Stromimporteur, während die gesamte Stromerzeugung von rund 588 Milliarden kWh (2010) auf etwa 495 Milliarden kWh (2025) zurückging. Der wachsende Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix ist also nur die halbe Geschichte – er entsteht auch vor dem Hintergrund einer insgesamt sinkenden inländischen Gesamterzeugung und wachsender Stromimporte, was die reine Prozentzahl allein nicht zeigt.Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland
Die Entwicklung im Überblick: 2000 lag der erneuerbare Anteil bei nur 6 Prozent, 2010 bei 17 Prozent, 2020 erstmals über 50 Prozent, 2024 bei 59,5 Prozent und 2025 bei 58,6 Prozent. Der leichte Rückgang zwischen 2024 und 2025 unterbricht damit erstmals seit Jahren den kontinuierlichen Aufwärtstrend – nicht, weil der Ausbau ins Stocken geraten wäre (Photovoltaik legte weiter kräftig zu), sondern wegen des beschriebenen stärkeren Wachstums bei fossiler Erzeugung im selben Zeitraum.Der Vergleich: Erneuerbare vs. fossile Energie
Früher dominierten Kohle und Erdgas die Stromerzeugung; heute liefern erneuerbare Quellen den größten Einzelanteil. Fossile Energieträger übernehmen zunehmend eine Reservefunktion für Phasen mit wenig Wind oder Sonne. Das erklärte Ziel bleibt, fossile Energie vollständig zu ersetzen und die CO₂-Emissionen weiter zu senken – wobei, wie oben beschrieben, der Weg dorthin nicht immer geradlinig verläuft.
Zukunftsausblick: Wie sich der Energiemix in Deutschland verändert
Geplant sind ein weiterer Ausbau von Wind- und Solaranlagen, der Ausbau von Speicherlösungen und Wasserstofftechnologien, mehr Netzinfrastruktur sowie eine höhere gesellschaftliche Akzeptanz durch transparente Planungsprozesse. Wer sich für die technischen Grundlagen von Photovoltaik im Speziellen interessiert, findet einen kompletten Überblick in unserem Leitfaden „Wie funktionieren Solaranlagen in Deutschland?“, und wer wissen möchte, wie sich der deutsche Energiemix konkret auf die Umweltbilanz einer eigenen Solaranlage auswirkt, wird in unserem Beitrag zu den Umweltauswirkungen von Solaranlagen fündig.Häufige Fragen
Wie viel Prozent des Stroms stammen in Deutschland aus erneuerbaren Energiequellen?
2025 stammten laut Destatis rund 58,6 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms aus erneuerbaren Quellen – mit deutlichen Schwankungen im Jahresverlauf (im dritten Quartal 2025 zeitweise 64,1 Prozent).
Welche Energiequelle hat den größten Anteil am erneuerbaren Energiemix?
Windenergie liefert weiterhin den größten Anteil, gefolgt von Solarenergie, Biomasse und Wasserkraft.
Warum ist der erneuerbare Anteil 2025 leicht gesunken, obwohl mehr Solaranlagen gebaut wurden?
Weil die konventionelle Stromerzeugung (vor allem Erdgas) 2025 stärker wuchs als die erneuerbare – die absolute Menge an erneuerbarem Strom blieb nahezu unverändert, nur der prozentuale Anteil am größeren Gesamtkuchen sank leicht.








