Photovoltaik Förderung: Zuschüsse, KfW-Kredit & Steuervorteile im Überblick
Welche Photovoltaik Förderung gibt es wirklich? Weniger klassische Zuschüsse, als viele Ratgeber versprechen, aber dafür einige sehr wirksame Vorteile: keine Mehrwertsteuer beim Kauf, steuerfreie Einnahmen, eine über 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung, zinsgünstige KfW-Kredite und regionale Programme wie proKlima in Hannover. Dazu kommt ein wichtiger Stichtag: Mit der geplanten EEG-Novelle 2027 ändern sich die Regeln für neue kleine Anlagen. Hier findest du alle Förderwege im Überblick.
PVPro Solar GmbH
Bedarf klären · Daten senden · Angebot erhalten
Jetzt Anfrage sendenBedarf klären
Schritt 1
Daten senden
Schritt 2
Angebot erhalten
Schritt 3
Photovoltaik Förderung auf einen Blick
- 0 % Mehrwertsteuer: Kauf und Montage von PV-Anlagen und Batteriespeichern auf Wohngebäuden sind seit 2023 umsatzsteuerfrei (Nullsteuersatz). Mehr dazu unter Photovoltaikanlage Umsatzsteuer.
- Steuerfreie Einnahmen: Einnahmen aus Anlagen bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit sind einkommensteuerfrei, siehe steuerfreie Photovoltaikanlage.
- EEG-Einspeisevergütung: 20 Jahre fester Satz für eingespeisten Strom. Seit dem 1. August 2026 rund 7,70 ct/kWh (Überschusseinspeisung) bzw. 12,22 ct/kWh (Volleinspeisung) für Anlagen bis 10 kWp. Alle Sätze und Regeln unter EEG-Gesetz Photovoltaik.
- KfW-Kredit 270: zinsgünstige Finanzierung für PV-Anlage und Speicher.
- Regionale Zuschüsse: in Hannover und Umgebung zum Beispiel proKlima, siehe Förderung in Hannover.
Stichtag 31. Dezember 2026: Was die EEG-Novelle 2027 bedeutet
Das Bundeskabinett hat am 29. Juli 2026 die EEG-Novelle 2027 beschlossen. Für neue Dachanlagen unter 25 kW soll ab 2027 die dauerhafte feste Einspeisevergütung entfallen; an ihre Stelle treten eine befristete Übergangszahlung und danach die Direktvermarktung. Bestehende Anlagen und alle Anlagen, die bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, behalten ihre Vergütung für die vollen 20 Jahre. Bundestag, Bundesrat und EU-Kommission müssen noch zustimmen. Alle Details und ein Rechenbeispiel findest du in unserem Beitrag zur EEG-Novelle 2027.
Wichtig für deine Planung: Maßgeblich ist die Inbetriebnahme, nicht das Bestelldatum. Netzbetreiberanmeldung und Zählersetzung brauchen oft mehrere Wochen, deshalb sollte ein Projekt mit Ziel 2026 jetzt starten.
KfW-Förderung: Kredit 270 „Erneuerbare Energien – Standard“
Die KfW fördert Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher nicht mit Zuschüssen, sondern mit dem zinsgünstigen Kredit 270. Er steht Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen offen und wird über die Hausbank beantragt. Wichtig:
- Der Antrag muss vor Beginn des Vorhabens gestellt werden, also vor der verbindlichen Beauftragung.
- Finanziert werden die Investitionskosten für Anlage, Speicher und Montage.
- Ob sich der Kredit für dich lohnt, hängt vom aktuellen Zinssatz im Vergleich zu deiner Hausbank ab. Viele Käufer finanzieren auch aus Eigenkapital, weil die Anschaffung durch den Nullsteuersatz bereits günstiger ist.
Steuerliche Förderung: der größte Vorteil für Privatkunden
Die wirksamste Förderung steckt heute im Steuerrecht. Durch den Nullsteuersatz sparst du gegenüber früher 19 % Mehrwertsteuer auf Anlage, Speicher und Montage, bei einer typischen 10-kWp-Anlage mit Speicher mehrere tausend Euro. Zusätzlich sind die Einnahmen aus Einspeisung und Eigenverbrauch bei Anlagen bis 30 kWp je Einheit einkommensteuerfrei, und mit der Kleinunternehmerregelung fällt auch auf die Einspeisevergütung keine Umsatzsteuer an. Für die meisten Hausbesitzer bedeutet das: kaum Bürokratie beim Finanzamt.
Regionale Förderprogramme in Hannover und Niedersachsen
Regionale Zuschüsse sind die einzige Förderform, bei der du tatsächlich Geld dazubekommst. In der Region Hannover ist vor allem der Klimaschutzfonds proKlima relevant: Mit dem Programm DachVollToll werden in Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze PV-Anlagen gefördert, die das Dach möglichst vollständig nutzen. Anträge für 2026 sind laut proKlima bis zum 31. Oktober 2026 möglich. Konditionen und Antragsweg erklären wir auf unserer Seite zur Solaranlagen-Förderung in Hannover.
Außerhalb dieser Region lohnt ein Blick in die Förderdatenbank des Bundes (foerderdatenbank.de), auf die Seiten deiner Landesförderbank sowie deiner Stadt oder deines Stadtwerks. Solche Programme ändern sich häufig, haben begrenzte Budgets und müssen fast immer vor der Beauftragung beantragt werden.
Gibt es Förderung für Batteriespeicher?
Einen bundesweiten Zuschuss für private Batteriespeicher gibt es derzeit nicht. Speicher profitieren aber vom Nullsteuersatz, lassen sich über den KfW-Kredit 270 finanzieren und werden teilweise von Kommunen bezuschusst. Mit der geplanten EEG-Novelle 2027 wird der Speicher wirtschaftlich noch wichtiger, weil sich die Rendite stärker auf den Eigenverbrauch verlagert. Welche Modelle sich bewähren, zeigt unser Vergleich der besten Batteriespeicher.
Förderung für Balkonkraftwerke
Auch Balkonkraftwerke werden ohne Mehrwertsteuer verkauft. Einige Städte und Gemeinden zahlen zusätzlich einen kleinen Zuschuss, die Programme sind aber meist schnell ausgeschöpft. Eine Einspeisevergütung spielt bei Balkonkraftwerken praktisch keine Rolle, da sie auf Eigenverbrauch ausgelegt sind. Wir montieren dein Balkonkraftwerk auf Wunsch auch fachgerecht, mehr unter Balkonkraftwerk.
So beantragst du deine Förderung richtig
- Förderwege prüfen, bevor du unterschreibst: KfW-Kredit und die meisten kommunalen Zuschüsse müssen vor der verbindlichen Beauftragung beantragt werden. Nachträgliche Anträge werden in der Regel abgelehnt.
- Unterlagen vorbereiten: meist Angebot bzw. Kostenvoranschlag, technische Datenblätter und Angaben zum Gebäude.
- Bewilligung abwarten, dann beauftragen und installieren lassen.
- Anlage anmelden: beim Netzbetreiber und innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister, Voraussetzung für die Einspeisevergütung.
- Nachweise einreichen: Rechnung, Inbetriebnahmeprotokoll und gegebenenfalls Fotos, erst dann wird ein Zuschuss ausgezahlt.
Ein konkretes Beispiel für eine 10-kWp-Anlage findest du unter 10 kWp Förderung beantragen.
Häufige Fehler bei der Solarförderung
- Antrag zu spät gestellt, der häufigste Fehler überhaupt
- Doppelförderung übersehen: Nicht jedes Programm darf mit anderen kombiniert werden
- unvollständige Unterlagen oder verpasste Fristen
- Marktstammdatenregister vergessen, ohne Eintrag keine Einspeisevergütung
- Inbetriebnahme zu spät geplant, gerade mit Blick auf den Stichtag 31. Dezember 2026
Fazit: Förderung gezielt nutzen
Die Photovoltaik Förderung besteht heute weniger aus Zuschüssen als aus Steuer- und Vergütungsvorteilen, und diese sind für die meisten Hausbesitzer mehrere tausend Euro wert. Nimmst du deine Anlage bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb, sicherst du dir außerdem 20 Jahre feste Einspeisevergütung nach heutigem Recht. Die PVPro Solar GmbH prüft für dich, welche Programme in deiner Region gelten, und übernimmt die Anmeldung bei Netzbetreiber und Marktstammdatenregister.
Jetzt unverbindliches Angebot anfordern. Wie unser Angebot aufgebaut ist, erklären wir unter kostenloses Photovoltaik-Angebot.
Hinweis: Förderprogramme und Gesetze ändern sich häufig. Dieser Überblick gibt den Stand: Oktober 2026 wieder und ersetzt keine Steuer- oder Förderberatung.
Welche Förderung gibt es aktuell für Photovoltaik?
Vor allem den Nullsteuersatz beim Kauf, die Einkommensteuerbefreiung für Anlagen bis 30 kWp je Einheit, die EEG-Einspeisevergütung über 20 Jahre, den KfW-Kredit 270 und regionale Zuschüsse wie proKlima in Hannover.
Gibt es staatliche Zuschüsse für Solaranlagen?
Bundesweit gibt es keinen direkten Zuschuss für private PV-Anlagen. Die staatliche Förderung läuft über Steuervorteile, die Einspeisevergütung und den KfW-Kredit. Direkte Zuschüsse bieten einzelne Länder, Städte und Stadtwerke.
Was ändert sich mit der EEG-Novelle 2027?
Für neue Dachanlagen unter 25 kW soll die feste Einspeisevergütung ab 2027 durch eine befristete Übergangszahlung und anschließende Direktvermarktung ersetzt werden. Anlagen mit Inbetriebnahme bis 31. Dezember 2026 behalten die feste Vergütung für 20 Jahre. Die Novelle ist noch nicht endgültig beschlossen.
Wann muss ich die Förderung beantragen?
KfW-Kredit und die meisten kommunalen Zuschüsse müssen vor der verbindlichen Beauftragung beantragt werden. Die Einspeisevergütung setzt die Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister voraus.
Werden Batteriespeicher gefördert?
Es gibt keinen bundesweiten Zuschuss, aber Speicher sind mehrwertsteuerfrei, über den KfW-Kredit 270 finanzierbar und werden teilweise kommunal gefördert.
Kann ich mehrere Förderungen kombinieren?
Ja, Steuervorteile und Einspeisevergütung gelten immer. KfW-Kredit und regionale Zuschüsse lassen sich oft kombinieren, prüfe aber die Bedingungen, da manche Programme Doppelförderung ausschließen.








