Photovoltaik finanzieren: KfW-Kredit, Bankkredit oder Eigenkapital?
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Photovoltaik finanzieren: das Wichtigste in Kürze
| Thema | Das gilt |
|---|---|
| Günstigster Weg | Eigenkapital, weil keine Kreditzinsen anfallen |
| Förderkredit | KfW 270: bis zu 100 % der förderfähigen Kosten, auch für den Batteriespeicher, Laufzeit 2 bis 30 Jahre |
| Zinssatz KfW 270 | Legt deine Bank fest, abhängig von Bonität und Sicherheiten |
| Wichtigste Regel | Den KfW-Kredit beantragst du vor Beginn des Vorhabens, also bevor du den Auftrag unterschreibst |
| Zuschüsse | Kein Bundeszuschuss für private PV-Anlagen und Speicher; regional z. B. proKlima DachVollToll |
| Mehrwertsteuer | 0 % auf PV-Anlage und Speicher auf Wohngebäuden, das senkt die Kreditsumme |
| Kosten 10 kWp | Ca. 14.500–17.500 € ohne Speicher, ca. 22.200–26.700 € mit Speicher (BYD HVS 10.2) |
Lohnt es sich, Photovoltaik zu finanzieren?
Ob es sich lohnt, Photovoltaik zu finanzieren, hängt vor allem an drei Größen: dem Zinssatz, der Laufzeit und dem Anteil des Solarstroms, den du selbst verbrauchst. Jede Kilowattstunde vom eigenen Dach ersetzt teuren Netzstrom, während die Einspeisevergütung für Neuanlagen bis 10 kWp seit dem 1. August 2026 nur noch bei rund 7,7 Cent pro Kilowattstunde liegt. Eine Anlage mit hohem Eigenverbrauch trägt einen Kredit deshalb deutlich leichter als eine Anlage, die den Großteil ins Netz speist.Für die Rechnung gilt eine einfache Faustregel: Zinsen sind Kosten, die die Amortisation nach hinten schieben. Wer die Anlage aus Erspartem zahlt, verzichtet zwar auf die Zinsen eines Tagesgeldkontos, die liegen aber in der Regel unter den Zinsen eines Kredits. Eine Teilfinanzierung, bei der du einen Teil selbst zahlst und nur den Rest finanzierst, ist deshalb oft der beste Kompromiss. Wie wirtschaftlich eine PV-Anlage ganz ohne Kredit ist, zeigen wir dir auf unserer Seite Lohnt sich Photovoltaik?Photovoltaik finanzieren: Was kostet ein Kredit?
Für das Beispiel nehmen wir eine 10-kWp-Anlage mit BYD-Speicher für 24.000 €, also mitten im Preisrahmen oben, die vollständig finanziert wird. Den Zinssatz haben wir angenommen, denn deine Bank legt ihn nach deiner Bonität fest. Die Raten sind Annuitätenraten ohne tilgungsfreie Jahre.| Laufzeit und Zins (Annahme) | Monatliche Rate | Zinsen gesamt |
|---|---|---|
| 10 Jahre, 4,5 % effektiv | ca. 249 € | ca. 5.850 € |
| 15 Jahre, 4,5 % effektiv | ca. 184 € | ca. 9.050 € |
| 10 Jahre, 6,5 % effektiv | ca. 273 € | ca. 8.700 € |
| 15 Jahre, 6,5 % effektiv | ca. 209 € | ca. 13.630 € |

Eigenkapital: die günstigste Finanzierung
Wenn du die Anlage aus Rücklagen bezahlen kannst, ist das fast immer die günstigste Lösung: keine Zinsen, keine Bonitätsprüfung, kein Antrag und kein Zeitdruck durch eine Kreditzusage. Achte aber darauf, dass nach dem Kauf noch ein Notgroschen übrig bleibt. Eine PV-Anlage ist eine langfristige Investition, die sich über die Jahre bezahlt macht, und kein Geld, das du kurzfristig wieder abrufen kannst.Eine Teilfinanzierung verbindet beide Vorteile. Zahlst du zum Beispiel die Anlage selbst und finanzierst nur den Speicher, bleibt die Kreditsumme klein und die Laufzeit kurz. Weil PV-Anlage und Speicher auf Wohngebäuden mit 0 % Mehrwertsteuer verkauft werden, musst du außerdem keine Umsatzsteuer mitfinanzieren. Details dazu findest du auf unserer Seite zur Umsatzsteuer bei Photovoltaik.Photovoltaik finanzieren mit dem KfW-Kredit 270
Der KfW-Kredit 270 «Erneuerbare Energien – Standard» ist ein zinsgünstiger Förderkredit, kein Zuschuss. Privatpersonen können ihn nutzen, wenn sie einen Teil ihres Solarstroms ins Netz einspeisen. Die KfW wertet das als gewerbliche Tätigkeit, deshalb gibst du beim Antrag eine gewerbliche Bestätigung ab. Finanzierbar sind bis zu 100 % der förderfähigen Kosten, inklusive Planung und Installation, und im selben Vorhaben auch ein Batteriespeicher. Ob auch die reine Nachrüstung eines Speichers an einer bestehenden Anlage finanziert wird, klärst du am besten mit deiner Bank anhand des aktuellen KfW-Merkblatts.Laufzeit, tilgungsfreie Jahre und Zinssatz
Laut Merkblatt der KfW beträgt die Mindestlaufzeit 2 Jahre, möglich sind bis zu 30 Jahre mit bis zu 5 tilgungsfreien Anlaufjahren. Je nach Variante ist der Zins für bis zu 20 Jahre festgeschrieben. Den konkreten Zinssatz legt deine Bank fest: Sie ordnet dich nach Bonität und Sicherheiten in eine Preisklasse der KfW ein, für die jeweils ein Maximalzins gilt. Die aktuellen Konditionen findest du auf der Programmseite der KfW.Antrag vor dem Auftrag
Den Kredit beantragst du nicht direkt bei der KfW, sondern über eine Bank oder Sparkasse deiner Wahl, und zwar vor Beginn des Vorhabens. In der Praxis heißt das: erst Angebot einholen, dann den Kredit beantragen und erst nach der Zusage den Auftrag unterschreiben. Ob deine Hausbank den Förderkredit auch für eine Anlage in Einfamilienhaus-Größe anbietet, solltest du früh klären. Ist ihr Zinsangebot nicht besser als ein normaler Modernisierungskredit, lohnt der Vergleich. Mehr zum Programm liest du in unserem Beitrag zur KfW-Förderung für Photovoltaik.Photovoltaik finanzieren mit Bankkredit, Baufinanzierung oder Bausparvertrag
Modernisierungs- oder Ratenkredit
Ein Ratenkredit ist meist der schnellste Weg zum Geld, und eine Grundschuld ist nicht nötig. Dafür sind die Zinsen meist höher als bei einer grundbuchbesicherten Finanzierung. Manche Banken bieten zweckgebundene Modernisierungs- oder Energiekredite an, die günstiger sein können als ein freier Ratenkredit. Vergleiche immer den effektiven Jahreszins, nicht den Sollzins, und frage nach kostenfreien Sondertilgungen.Baufinanzierung aufstocken oder Grundschuld nutzen
Baust du gerade oder läuft deine Baufinanzierung noch, kann die PV-Anlage oft in die Immobilienfinanzierung aufgenommen werden. Ist im Grundbuch eine Grundschuld eingetragen, die durch Tilgung frei geworden ist, lässt sich ein neuer Kredit damit absichern. Grundbuchbesicherte Kredite haben in der Regel niedrigere Zinsen, dafür fallen Notar- und Grundbuchkosten an. Ob dein Dach für eine Anlage geeignet ist, erklären wir im Ratgeber zur Solaranlage auf dem Dach.Bausparvertrag
Ein zuteilungsreifer Bausparvertrag kann sich für eine PV-Anlage eignen: Viele Bausparkassen akzeptieren die Anlage am eigenen Wohnhaus als wohnwirtschaftliche Verwendung. Frag das vorher bei deiner Bausparkasse nach. Das Guthaben zahlst du dann ohne Kreditzinsen, für das Bauspardarlehen gilt der beim Abschluss vereinbarte Zins. Ob sich das lohnt, hängt von diesem Zins und deinem Guthaben ab.PV-Anlage mieten statt kaufen?
Statt zu finanzieren, kannst du eine Solaranlage auch mieten oder pachten. Dann zahlst du eine feste monatliche Rate über einen langen Vertrag, häufig rund 20 Jahre, ohne Anschaffungskosten. Der Preis dafür: Über die Laufzeit zahlst du in der Regel deutlich mehr als beim Kauf, die Anlage gehört dir meist erst am Ende oder gar nicht, und du bist lange an einen Anbieter gebunden. Wer einen Kredit bekommt, fährt mit Kauf und Finanzierung in den meisten Fällen günstiger, weil die Anlage nach der Tilgung dir gehört und die volle Ersparnis bei dir bleibt.So bezahlst du deine Anlage bei PVPro Solar
Wenn du Photovoltaik finanzieren willst, ist dafür deine Bank oder Sparkasse zuständig. Wir sorgen dafür, dass sie alles bekommt, was sie für die Entscheidung braucht, und dass du nicht in Vorkasse gehen musst.Schriftliches Festpreisangebot als Grundlage für die Bank
Nach der kostenlosen Erstberatung mit Dachanalyse bekommst du ein schriftliches Angebot mit Festpreis-Garantie, einer Liste aller Komponenten und einer Ertragsprognose für dein Dach. Damit kann deine Bank die Kreditsumme und die Wirtschaftlichkeit bewerten. Wir verbauen Module von AIKO, JA Solar oder Longi, Wechselrichter von Fronius, Speicher von BYD und Unterkonstruktionen von K2 Systems, also Komponenten, die im Angebot klar benannt sind.30/70-Zahlungsmodell statt Vorkasse
Bei uns zahlst du 30 % bei Auftragserteilung und 70 % erst nach der Installation. Das passt gut zu einer Kreditfinanzierung: Den größten Teil rufst du erst ab, wenn die Anlage auf deinem Dach ist. Installiert wird von unseren eigenen zertifizierten Monteuren, ohne wechselnde Subunternehmer.Beispiel aus der Region: Rethen
In Rethen haben wir eine Anlage mit 10,23 kWp, 24 Modulen von JA Solar, einem Fronius GEN24 Plus und einem BYD HVS 10.2 gebaut. Die Gesamtinvestition lag bei 21.400 €. Genau diese Angaben, also Leistung, Komponenten und Festpreis, stehen auch in deinem Angebot.Jetzt unverbindliches Angebot anfordern und mit dem Festpreisangebot zur Bank gehen. Wie unser Angebot aufgebaut ist, erklären wir auf der Seite kostenloses Photovoltaik-Angebot.Förderung und Steuern: was die Kreditsumme senkt
Einen Zuschuss vom Bund für private PV-Anlagen oder Batteriespeicher gibt es nicht. Regional sieht es besser aus: In Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze fördert proKlima mit dem Programm DachVollToll die Vollbelegung bestehender Wohngebäude mit 100 € pro kWp, maximal 2.000 €, solange Fördermittel verfügbar sind. Den Antrag stellst du vor der Beauftragung. Alle regionalen Programme findest du auf unserer Seite zur Solarförderung in Hannover, den Überblick über Bund und Länder im Ratgeber Photovoltaik Förderung.Steuerlich hilft dir zweierlei: Seit dem 1. Januar 2023 gilt für Lieferung und Installation von PV-Anlagen und Speichern auf Wohngebäuden ein Umsatzsteuersatz von 0 %. Und die Einnahmen aus Anlagen bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit sind einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Die Kehrseite: Weil die Einnahmen steuerfrei sind, kannst du die Kreditzinsen in der Regel auch nicht steuerlich absetzen. Mehr dazu liest du im Beitrag zur steuerfreien Photovoltaikanlage.Photovoltaik finanzieren: in dieser Reihenfolge gehst du vor
- Beratung und Angebot: Wir prüfen dein Dach, planen die Anlage und schicken dir ein schriftliches Festpreisangebot mit Ertragsprognose.
- Finanzierung klären: Mit dem Angebot sprichst du mit deiner Bank über KfW 270, Modernisierungskredit oder Baufinanzierung und vergleichst den effektiven Jahreszins.
- Anträge stellen: KfW-Kredit und regionale Förderung beantragst du vor der Beauftragung.
- Auftrag erteilen: Nach der Zusage unterschreibst du den Auftrag und zahlst 30 %.
- Montage und Anmeldung: Unsere Monteure installieren die Anlage, wir übernehmen die Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister. Danach zahlst du die restlichen 70 %.

Häufige Fragen: Photovoltaik finanzieren
Kann man Photovoltaik finanzieren?
Ja, eine PV-Anlage lässt sich gut finanzieren. Die üblichen Wege sind der Förderkredit KfW 270, ein Modernisierungs- oder Ratenkredit deiner Bank, eine Aufstockung der Baufinanzierung oder ein Bausparvertrag. Am günstigsten bleibt Eigenkapital, weil keine Zinsen anfallen.
Was kostet ein Kredit für eine PV-Anlage?
Das hängt von Zinssatz und Laufzeit ab. Für eine Anlage mit Speicher für 24.000 € liegt die Rate bei angenommenen 4,5 % effektiv und 15 Jahren Laufzeit bei rund 184 € im Monat, die Zinsen summieren sich auf rund 9.050 €. Den tatsächlichen Zins legt deine Bank fest.
Bekommen Privatpersonen den KfW-Kredit 270?
Ja, wenn sie einen Teil ihres Solarstroms ins Netz einspeisen. Die KfW wertet das als gewerbliche Tätigkeit, deshalb gibst du beim Antrag eine gewerbliche Bestätigung ab. Beantragt wird über eine Bank oder Sparkasse, und zwar vor der Beauftragung.
Kann ich den Batteriespeicher mitfinanzieren?
Ja. Im KfW-Kredit 270 kann der Speicher im selben Vorhaben wie die PV-Anlage finanziert werden. Ob auch eine reine Speicher-Nachrüstung finanziert wird, klärst du mit deiner Bank anhand des aktuellen KfW-Merkblatts. Bei Bankkrediten zählt der Speicher einfach zur Kreditsumme.
Gibt es Zuschüsse, die ich nicht zurückzahlen muss?
Vom Bund nicht. Regional schon: proKlima fördert in Hannover und fünf Umlandkommunen die Vollbelegung bestehender Wohngebäude mit 100 € pro kWp, maximal 2.000 €, solange Fördermittel verfügbar sind. Der Antrag muss vor der Beauftragung gestellt werden.
Sind Mieten oder Leasing günstiger als ein Kredit?
In der Regel nicht. Bei Miete oder Pacht zahlst du über die lange Vertragslaufzeit meist mehr als beim Kauf, und die Anlage gehört dir oft erst am Ende oder gar nicht. Mit einem Kredit gehört dir die Anlage nach der Tilgung, und die volle Ersparnis bleibt bei dir.
Kann ich die Kreditzinsen von der Steuer absetzen?
In der Regel nicht. Einnahmen aus PV-Anlagen bis 30 kWp je Einheit sind nach § 3 Nr. 72 EStG steuerfrei, und Kosten im Zusammenhang mit steuerfreien Einnahmen sind nicht abziehbar. Für deinen Einzelfall frag deinen Steuerberater.
Muss ich bei PVPro Solar alles im Voraus bezahlen?
Nein. Wir arbeiten mit dem 30/70-Zahlungsmodell: 30 % bei Auftragserteilung und 70 % nach der Installation. Dazu bekommst du ein schriftliches Festpreisangebot, das du deiner Bank für die Finanzierung vorlegen kannst.








