Photovoltaik im Neubau: Solarpflicht, Planung und Kosten
PVPro Solar GmbH
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Photovoltaik im Neubau: das Wichtigste in Kürze
| Thema | Das gilt |
|---|---|
| Solarpflicht Niedersachsen | Neubauten mit mindestens 50 m² Dachfläche: mindestens 50 % der Dachfläche mit PV (§ 32a NBauO), für Wohngebäude seit dem 1. Januar 2025 |
| Bester Zeitpunkt | Planung zusammen mit dem Dach, Kabelwege im Rohbau, Montage vor dem Abbau des Gerüsts |
| Typische Größe Einfamilienhaus | Oft um 10 kWp, mehr mit Wärmepumpe und E-Auto |
| Ertrag (Region Hannover) | Rund 893 kWh pro kWp und Jahr, eine 10-kWp-Anlage also etwa 9.100 kWh |
| Kosten 10 kWp | Ca. 14.500–17.500 € ohne Speicher, ca. 22.200–26.700 € mit Speicher (BYD HVS 10.2) |
| Mehrwertsteuer | 0 % auf PV-Anlage und Speicher auf Wohngebäuden |
| Regionale Zuschüsse | proKlima DachVollToll und Dach-Solar der Region Hannover fördern nur Bestandsgebäude, keinen Neubau |
Gilt die Solarpflicht auch für dein neues Haus?
In den meisten Fällen ja. Die Niedersächsische Bauordnung schreibt in § 32a vor: Wird ein Gebäude mit einer Dachfläche von mindestens 50 m² errichtet, sind mindestens 50 Prozent der Dachfläche mit einer Solarenergieanlage zur Stromerzeugung auszustatten. Für neue Gewerbe- und andere Nichtwohngebäude gab es eine Solarpflicht schon seit 2023, seit dem 1. Januar 2025 gilt sie auch für neue Wohngebäude. Ein typisches Einfamilienhaus liegt mit seiner Dachfläche fast immer über der 50-m²-Grenze.Was zählt zur Pflichtfläche?
Maßgeblich ist die Fläche des Dachs, nicht eine bestimmte Leistung in kWp. Zur Einordnung ein Rechenbeispiel: Ein Modul mit 425 Wp, wie in unserer Referenzanlage in Rethen, misst knapp 2 m². Für die Hälfte eines 100-m²-Dachs, also 50 m², brauchst du damit grob 24 bis 25 Module und kommst auf rund 10 kWp. Das tatsächliche Ergebnis hängt von Dachform, Gauben, Dachfenstern und Abständen ab.Ausnahmen und Solarthermie
Die Pflicht entfällt, soweit sie im Einzelfall anderen öffentlich-rechtlichen Pflichten widerspricht, technisch unmöglich oder wirtschaftlich nicht vertretbar ist. Plant oder hast du auf dem Dach Solarthermie, wird das angerechnet. Wie dein Bauamt den Nachweis haben möchte, klärst du am besten früh mit deinem Architekten oder Bauträger. Baust du in Bremen, gelten dort eigene Regeln, mehr dazu auf unserer Seite Solaranlagen in Bremen.Und die bundesweite Solarpflicht?
Ein bundesweites Gesetz dazu gibt es noch nicht. Die EU-Gebäuderichtlinie verlangt aber, dass neue Wohngebäude ab Ende 2029 mit Solaranlagen ausgestattet werden, Deutschland muss das noch in nationales Recht umsetzen. Für dein Bauvorhaben in Niedersachsen ist die Landesregel entscheidend, und die gilt schon heute.
Warum sich Photovoltaik im Neubau besonders lohnt
Unabhängig von der Pflicht ist der Neubau der günstigste Moment für eine Solaranlage. Viele Kosten, die bei einer späteren Nachrüstung zusätzlich anfallen, entstehen beim Hausbau ohnehin oder lassen sich mit wenig Aufwand vermeiden:- Gerüst: Es steht für den Dachdecker bereits. Wir montieren, bevor es abgebaut wird.
- Kabelwege: Leerrohre vom Dach zum Technikraum kosten im Rohbau wenig. Später müssen Leitungen oft sichtbar oder mit Aufwand verlegt werden.
- Zählerschrank: Er wird von Anfang an mit Platz für PV, Speicher und Wallbox geplant, statt später umgebaut zu werden.
- Dachplanung: Ausrichtung, Dachneigung, Gauben und Dachfenster lassen sich noch auf die Solaranlage abstimmen.
- Finanzierung: Die Anlage kann in die Baufinanzierung einfließen, statt später separat finanziert zu werden.
Was du im Rohbau vorbereiten solltest
Auch wenn die Module erst kurz vor dem Einzug aufs Dach kommen: Einige Weichen müssen im Rohbau gestellt werden. Diese Punkte stimmen wir mit deinem Bauleiter, Dachdecker und Elektriker ab:- Leerrohre: mindestens ein ausreichend dimensioniertes Leerrohr vom Dachboden bzw. Dach bis zum geplanten Technikraum für die Solarleitungen, dazu ein Datenkabel für Monitoring und Energiemanagement.
- Technikraum: Platz für Wechselrichter und Speicher an einer Wand, frostfrei, trocken und nicht im Schlafbereich. Ein Hauswirtschafts- oder Technikraum ist ideal.
- Zählerschrank: nach den Technischen Anschlussbedingungen (TAB) deines Netzbetreibers und der VDE-AR-N 4100 geplant, mit Reserve für PV, Speicher, Wärmepumpe und Wallbox.
- Wallbox-Zuleitung: eine Leitung zum späteren Stellplatz, auch wenn das E-Auto erst in ein paar Jahren kommt.
- Dach: Abstimmung mit dem Dachdecker zu Dachhaken, Durchdringungen und Statik, damit die Dachhaut beim Montieren nicht nachträglich geöffnet werden muss.
Wie groß sollte Photovoltaik im Neubau sein?
Plane nicht für den Stromverbrauch deiner alten Wohnung, sondern für das Haus, wie es in einigen Jahren genutzt wird. Eine Wärmepumpe und ein E-Auto erhöhen den Strombedarf deutlich. Deshalb ist es meist sinnvoll, die Dachfläche gut auszunutzen, statt nur die Mindestfläche der Solarpflicht zu belegen.Ohne oder mit Speicher?
Ohne Speicher nutzt ein Haushalt typischerweise etwa 25–35 % seines Solarstroms selbst, mit Speicher rund 55–70 %. Im Neubau lässt sich der Speicher von Anfang an einplanen, aber auch später nachrüsten, wenn der Platz im Technikraum und im Zählerschrank vorbereitet ist. Mehr dazu auf unserer Seite zum Stromspeicher für Zuhause.Wärmepumpe und Wallbox mitdenken
Wie PV-Anlage, Wärmepumpe und Wallbox zusammenspielen und wie du sie dimensionierst, erklären wir ausführlich unter PV-Anlage mit Wärmepumpe kombinieren und Photovoltaik mit Wärmepumpe und Wallbox.Unsere Photovoltaik für deinen Neubau: so bauen wir sie
Ein Ansprechpartner neben Bauträger und Handwerkern
Auf einer Baustelle arbeiten viele Gewerke nacheinander. Wir stimmen uns früh mit deinem Architekten, Bauleiter und Dachdecker ab, damit Leerrohre, Dachhaken und Zählerschrank zur richtigen Zeit vorbereitet sind. So muss später nichts aufgestemmt oder umgebaut werden.Markenkomponenten
Wir verbauen Module von AIKO, JA Solar oder Longi, Wechselrichter von Fronius, Speicher von BYD und Montagesysteme von K2 Systems. Welche Kombination zu deinem Dach passt, legen wir in der Planung fest.Referenz aus der Region
Wie eine Anlage in typischer Einfamilienhaus-Größe aussieht, zeigt unser Projekt in Rethen (Landkreis Hannover): 10,23 kWp mit 24 Modulen von JA Solar, einem Fronius GEN24 Plus und einem BYD HVS 10.2, Gesamtinvestition 21.400 €. Die Ertragsprognose für dieses Dach liegt bei ca. 9.800 kWh pro Jahr.Eigene Monteure und Festpreis
Montage und Elektroanschluss übernehmen unsere eigenen zertifizierten Fachkräfte nach VDE und TAB, keine wechselnden Subunternehmer. Du bekommst einen schriftlichen Festpreis und zahlst nach dem 30/70-Modell: 30 % bei Auftrag, 70 % nach der Installation.Was kostet Photovoltaik im Neubau?
Die Anlagenpreise selbst unterscheiden sich im Neubau kaum von einer Anlage auf einem bestehenden Haus. Als Orientierung rechnen wir mit 1.450–1.750 € pro kWp:| Anlagengröße | Richtpreis ohne Speicher |
|---|---|
| 6 kWp | ca. 8.700–10.500 € |
| 8 kWp | ca. 11.600–14.000 € |
| 10 kWp | ca. 14.500–17.500 € |
| 10 kWp mit BYD-Speicher HVS 10.2 | ca. 22.200–26.700 € |
Netzanschluss, Einspeisung und Inbetriebnahme
Für den Betrieb einer PV-Anlage gelten im Neubau dieselben Regeln wie überall. Wir übernehmen die Anmeldung beim Netzbetreiber und die Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.Wann die Anlage in Betrieb gehen sollte
Der Zeitpunkt der Inbetriebnahme bestimmt die Einspeisevergütung. Für Anlagen bis 10 kWp mit Teileinspeisung liegt sie seit dem 1. August 2026 bei etwa 7,70 ct/kWh. Anlagen, die bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, behalten die feste Vergütung für 20 Jahre. Für spätere Inbetriebnahmen plant die Bundesregierung laut Kabinettsentwurf ein neues Modell mit deutlich kürzerer Vergütung. Beschlossen ist das noch nicht. Was das für deinen Fertigstellungstermin bedeutet, erklären wir unter EEG-Novelle.Smart Meter, Einspeisegrenze und § 14a EnWG
Neue Anlagen erhalten seit dem Solarspitzengesetz (in Kraft seit 25. Februar 2025) keine Vergütung in Stunden mit negativen Strompreisen. Ohne intelligentes Messsystem ist die Einspeisung zudem auf 60 % der Anlagenleistung begrenzt. Ein Speicher und ein Energiemanagement helfen, diesen Strom selbst zu nutzen. Neue Wärmepumpen und Wallboxen über 4,2 kW gelten nach § 14a EnWG als steuerbare Verbrauchseinrichtungen: Der Netzbetreiber darf ihre Leistung in Ausnahmefällen begrenzen, dafür zahlst du reduzierte Netzentgelte.Förderung und Steuern für Photovoltaik im Neubau
- 0 % Mehrwertsteuer: Lieferung und Installation von PV-Anlage und Speicher auf Wohngebäuden sind seit dem 1. Januar 2023 von der Umsatzsteuer befreit (§ 12 Abs. 3 UStG). Die Wallbox gehört nicht dazu. Details unter Photovoltaikanlage und Umsatzsteuer.
- Einkommensteuer: Erträge aus Anlagen bis 30 kWp pro Wohneinheit sind nach § 3 Nr. 72 EStG steuerfrei.
- KfW-Kredit 270: Ein zinsgünstiges Darlehen für die PV-Anlage, kein Zuschuss. Es muss vor Projektbeginn beantragt werden.
- KfW-Neubauförderung: Die Programme für klimafreundlichen Neubau (297/298) knüpfen an einen Effizienzhaus-Standard an. Welche Rolle die PV-Anlage in der Energiebilanz deines Hauses spielt, klärt dein Energieeffizienz-Experte.
- Keine regionalen Zuschüsse für Neubauten: proKlima DachVollToll und das Programm Dach-Solar der Region Hannover gelten nur für bestehende Gebäude. Einen Bundeszuschuss für private PV-Anlagen gibt es nicht.

Ablauf: so planen wir die PV-Anlage in deinen Bau ein
- Kostenlose Erstberatung: Wir sehen uns Baupläne und Dachplanung an und erstellen eine Ertragsprognose.
- Planung: Modulbelegung, Strangplanung, Speichergröße und Abstimmung mit der Solarpflicht.
- Festpreisangebot: schriftlich und transparent, Zahlung nach dem 30/70-Modell.
- Rohbau: Abstimmung von Leerrohren, Technikraum und Zählerschrank mit Bauleiter und Elektriker.
- Montage: Module aufs Dach, solange das Gerüst steht, danach Wechselrichter und Speicher.
- Anmeldung und Inbetriebnahme: Netzbetreiber, Marktstammdatenregister, Inbetriebnahme und Einrichtung der App.
Häufige Fragen zu Photovoltaik im Neubau
Ist Photovoltaik im Neubau in Niedersachsen Pflicht?
Ja, in den meisten Fällen. Seit dem 1. Januar 2025 müssen neue Gebäude mit mindestens 50 m² Dachfläche, auch Wohngebäude, auf mindestens der Hälfte der Dachfläche eine Solaranlage zur Stromerzeugung erhalten (§ 32a NBauO). Ausnahmen gibt es, wenn die Anlage technisch unmöglich oder wirtschaftlich nicht vertretbar ist oder anderen öffentlich-rechtlichen Pflichten widerspricht.
Wann sollte ich die PV-Anlage beim Hausbau planen?
Am besten zusammen mit der Dachplanung, spätestens vor dem Rohbau. Dann können Leerrohre, Technikraum und Zählerschrank passend vorbereitet werden. Montiert wird, solange das Gerüst noch steht.
Was kostet eine Photovoltaikanlage für ein neues Einfamilienhaus?
Als Richtwert kostet eine 10-kWp-Anlage ca. 14.500–17.500 € ohne Speicher und ca. 22.200–26.700 € mit BYD-Speicher, jeweils mit 0 % Mehrwertsteuer. Den genauen Preis nennen wir nach Prüfung deiner Baupläne als schriftlichen Festpreis.
Kann ich die Solarpflicht mit Solarthermie erfüllen?
Solarthermie auf dem Dach wird angerechnet: Die Pflicht entfällt, soweit auf der Dachfläche solarthermische Anlagen errichtet werden sollen oder bereits vorhanden sind. Wie viel Fläche für die PV-Anlage dann noch nötig ist, klärst du am besten mit deinem Architekten.
Was muss im Rohbau für eine PV-Anlage vorbereitet werden?
Wichtig sind ein Leerrohr vom Dach zum Technikraum, ein Datenkabel, Platz für Wechselrichter und Speicher, ein Zählerschrank mit Reserve nach den TAB des Netzbetreibers sowie eine Zuleitung zum späteren Wallbox-Stellplatz.
Gibt es Zuschüsse für eine PV-Anlage im Neubau?
Direkte Zuschüsse gibt es für private Neubauten in der Regel nicht: proKlima DachVollToll und Dach-Solar der Region Hannover fördern nur bestehende Gebäude. Du profitierst aber von 0 % Mehrwertsteuer, der Einkommensteuerbefreiung und kannst den KfW-Kredit 270 nutzen.
Brauche ich im Neubau gleich einen Stromspeicher?
Nicht zwingend. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch von etwa 25–35 % auf rund 55–70 %. Wenn Platz im Technikraum und im Zählerschrank vorbereitet ist, lässt er sich auch später nachrüsten.
Übernimmt PVPro Solar die Anmeldung der Anlage?
Ja. Wir melden die Anlage beim Netzbetreiber an, registrieren sie im Marktstammdatenregister und nehmen sie in Betrieb. Die Planung stimmen wir mit deinem Bauleiter und Elektriker ab.








